Efa

Erfolgreich gemeinsam ausbilden (Efa) – Neue Chancen für Jugendliche und Unterstützung für Unternehmen durch Assistierte Ausbildung

Mit dem Projekt „Erfolgreich gemeinsam ausbilden“ (Efa) ist es IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit e.V. gelungen, die Assistierte Ausbildung als neues Ausbildungskonzept erfolgreich zu erproben. Jugendliche und Unternehmen sind von IN VIA vor und während einer regulären Ausbildung passgenau unterstützt worden. Mit diesem Modell knüpften die Fachkräfte an fundierte Erfahrungen in der Ausbildungsförderung und Begleitung junger Menschen sowie in der Zusammenarbeit mit Unternehmen an.

Schon seit einiger Zeit ist auf dem Ausbildungsmarkt eine zunehmende Spaltung zu beobachten: Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen erhalten keinen direkten Zugang zum regulären Ausbildungssystem oder sind sogar gänzlich ausgeschlossen. Dies belegen die Zahlen zu unversorgten Ausbildungsbewerber(inne)n, die die Bundesagentur für Arbeit jedes Jahr veröffentlicht. Hinzu kommt, dass sich allein im Jahr 2014 laut Berufsbildungsbericht 2014 immer noch 257.600 Jugendliche im so genannten Übergangssystem befanden. Alarmierend ist der Anstieg auf 95.622 Personen, über deren Verbleib keine Informationen vorliegen. Gleichzeitig bleiben in jedem Ausbildungsjahr zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt und Unternehmen ziehen sich aus der Ausbildung zurück. Wie kann das sein? Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Nachwuchs- und Fachkräftesorgen muss diesen Entwicklungen mit klugen Konzepten entgegen gesteuert werden.

Getragen von der Überzeugung, dass viel mehr junge Menschen bei enger Begleitung durch die Jugendberufshilfe ihre Potenziale entfalten und eine reguläre Ausbildung erfolgreich abschließen können, initiierte IN VIA Deutschland das Projekt Efa. Ziel und Ergebnis war es, Zugänge in die duale Ausbildung für mehr junge Menschen zu schaffen und sie im Ausbildungsverlauf erfolgreich zu begleiten. Dazu gehörte die enge Kooperation mit Unternehmen. Vier IN VIA Verbände nutzten ihre Kompetenzen und die jeweiligen örtlichen Netzwerke, um Assistierte Ausbildung umzusetzen: IN VIA Freiburg, IN VIA Hamburg, IN VIA Köln und IN VIA St. Lioba in Paderborn. Anknüpfend an eigene Förderangebote konnten 81 junge Menschen mit der Assistierten Ausbildung erreicht und fast 60 Kooperationen mit Unternehmen etabliert werden. Efa zeigt, dass die individuelle, flexible Begleitung durch einen verlässlichen Ansprechpartner sowohl von Auszubildenden als auch von Unternehmen nicht nur gewünscht, sondern auch wirksam ist. Es kam insbesondere auf die Kompetenzen und Erfahrungen der Fachkräfte aus der Jugendberufshilfe an, damit Jugendliche einen passenden Betrieb im richtigen Beruf fanden, Unternehmen entlastet und Konflikte frühzeitig bearbeitet werden konnten. Ausbildungsabbrüche werden durch diesen Ansatz vermieden und erfolgreiche Ausbildungsverläufe gesichert. Sehr erfreulich ist, dass Assistierte Ausbildung mit Ende des Projektes auch bundesweit eingeführt wird – ein entscheidender Schritt, mit dem den Diskrepanzen auf dem Ausbildungsmarkt begegnet wird.

In dieser Dokumentation sind die Projekterfahrungen und -ergebnisse aus Sicht der Bundeskoordinierung sowie der wissenschaftlichen Begleitung dargelegt. Persönliche Eindrücke von Projektbeteiligten veranschaulichen die Kreativität und Vielschichtigkeit der Arbeit von Efa. Diese

Tipps und Empfehlungen haben das Ziel, Träger und Fachkräfte zur Assistierten Ausbildung zu ermutigen.

Viel Erfolg dabei allen, die bereit sind, Neuland zu betreten.

Hier die ausführliche Dokumentation: Dokumentation_-_Projekt_Efa

Dr. Irme Stetter-Karp

Vorsitzende

IN VIA Deutschland e.V.

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